Verfahrenstechnik

Das Verfahren folgt dem Bauteil.

Werkstoff, Geometrie, Toleranz, Oberfläche und Stückzahl bestimmen gemeinsam, welche Bearbeitung wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist.

Zerspanung mit klarer Strategie

Fräsen und Drehen decken viele Geometrien ab. Eine stabile Bearbeitung beginnt mit steifer Spannung, sinnvoller Werkzeugauskragung und einem Ablauf, der Restspannungen berücksichtigt. Schruppen, Zwischenentspannen und Schlichten können bei anspruchsvollen Teilen bewusst getrennt werden.

Wann Erodieren Vorteile bietet

Draht- und Senkerodieren bearbeiten elektrisch leitfähige Werkstoffe unabhängig von ihrer Härte. Sie eignen sich für schmale Konturen, tiefe Kavitäten und filigrane Durchbrüche. Elektrodenfertigung, Spülung und Randzoneneinfluss gehören jedoch in die Gesamtbetrachtung.

Schleifen und Oberflächen

Schleifen sichert enge Maß-, Form- und Oberflächentoleranzen. Schleifscheibe, Abrichten, Kühlschmierstoff und Wärmeeintrag beeinflussen das Ergebnis. Eine feine Oberfläche ersetzt nicht automatisch eine passende Geometrie oder tragfähige Randzone.

Werkstoff und Wärmebehandlung

Härte, Zähigkeit, Verschleißverhalten und Bearbeitbarkeit stehen in Wechselwirkung. Aufmaß, Verzug und Nacharbeit sind deshalb vor dem Härten einzuplanen. Materialzeugnisse und Wärmebehandlungsprotokolle sichern die Rückverfolgbarkeit.